Corona-Virus – gemeinsam handeln für den Handel

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Corona-Virus – gemeinsam handeln für den Handel

Die Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung zur Entschleunigung der Ausbreitung der Corona-Epidemie zeigen ihre Wirkung: Die Innenstädte sind leer, die Menschen bleiben zuhause, wo sonst reges Treiben herrscht ist nun Ruhe….

Foto BM Stratmann © Stadt FriesoytheBürgermeister Sven Stratmann beobachtet die Entwicklungen in seiner Stadt Friesoythe sehr aufmerksam. Zudem erreichen ihn vielfach Hinweise von Bürgerinnen und Bürger, die Sorge haben, ob die Maßnahmen der Allgemeinverfügung auch wirklich eingehalten werden. Mit Blick auf die Auswirkungen des Kontaktverbotes für den örtlichen Handel appelliert er an die Bevölkerung, auch hier zusammen zu stehen:

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Friesoyther!

Die nächste Stufe der Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens ist erreicht, und wir fragen uns alle: Wie lange noch, wird es noch mehr Verbote geben, bekommen wir „italienische Zustände?“. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam diese Herausforderung meistern werden. Aus Gesprächen mit der Polizei weiß ich, dass bei uns im Verhältnis zu größeren Städten alles sehr ruhig verläuft. Es gibt eine hohe Akzeptanz für die getroffenen Maßnahmen, die Menschen meiden tatsächlich das Zusammentreffen mit anderen, und „Corona-Parties“ gab bei uns wohl auch nicht.

Ich weiß aber auch, dass viele unserer Mitbürger die Corona-Zeit nicht unbeschadet überstehen werden. Hierzu gehören vor allem unsere Unternehmen und Firmen. Wir haben unseren Gewerbetreibenden, die von den Einschränkungen betroffen sein können, deshalb auch deutlich vor den Weisungen des Landes Niedersachen angeboten, im Notfall gemeinsame Lösungen zu finden was die Steuerzahlungen angeht.

Besonders schwierig ist die Situation zweifellos für unsere Einzelhändler und kleinen Gewerbetreibenden. Im ersten Jahr meiner Amtszeit war ich stolz, dass Friesoythe in der IIHD-Studie zu den Gewinnern bei der zukunftsfähigen Ausrichtung des Einzelhandels gekürt wurde. Uns hat das bestärkt, dass wir mit der Innenstadtsanierung den richtigen Schritt tun. Und nun sind  besonders die gefährdet, denen der Erfolg zu verdanken ist: die Einzelhändlern und Dienstleister, die traditionsreichen Familienunternehmen und die mutigen Neustartern. Sie alle sind für die Lebensqualität in der gesamten Stadtgemeinde unverzichtbar, sie bringen den Service und die Atmosphäre, die unsere Stadt ausmachen.

Meine Bitte: Vergessen Sie diese Betriebe nicht, sondern unterstützen Sie diese auch jetzt. Natürlich ist es bequem, sich jetzt über das Internet neue Kleidung oder Schuhe zu bestellen, man hat ja auch viel Zeit. Aber ist es nicht besser etwas zu warten, und einen tollen Einkaufsbummel zu machen, wenn die Läden wieder offen sind? Sie haben sich vorgenommen, endlich mal ein gutes Buch zu lesen, weil Sie jetzt ja Zeit haben? Gute Idee, unsere Buchhandlung vor Ort wird Ihnen gerne das gewünschte liefern, und bei der Bestellung sicherlich noch Tipps geben was sich lohnt zu lesen. Sicherlich gibt es noch viel mehr Ideen was man tun kann. Wenn Sie einen Wunsch haben, rufen Sie Ihr Geschäft doch an und fragen Sie was möglich ist.

Es erreichen uns auch immer wieder Fragen zu den Sortimenten in den großen Märkten. Hier werden Dinge angeboten, die auch in den Einzelhandelsgeschäften erhältlich sind, die aber geschlossen bleiben müssen.

Der Landkreis hat uns darüber informiert, dass hier das „Schwerpunktprinzip“ gilt: die ansonsten „verbotenen“ Sortimente sind dort noch erlaubt, wo das Angebot an Lebensmitteln und Artikeln des lebensnotwendigen Bedarfs überwiegt.

Das mag nun mancher ungerecht empfinden, und das ist es in gewisser Weise auch. Aber auch hier können wir vieles selber tun: Man muss ja nicht gerade jetzt neues Geschirr oder Spielzeug im Supermarkt kaufen. Sparen Sie sich das auf für die Zeit „nach Corona“, und kaufen Sie dann bei dem Einzelhändler vor Ort.

Bleiben Sie gesund!“

STADT FRIESOYTHE
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Meldung vom 30.03.2020Letzte Aktualisierung: 02.04.2020