Krippengebühren:

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Krippengebühren:

Stadt Friesoythe und Kirchengemeinden haben Gebühren ausgesetzt

Entgegen anders lautender Verlautbarungen haben die Stadt Friesoythe und die Kirchengemeinde in Friesoythe, die Träger von Kindertagesstätten sind, die Erhebung von Beiträgen für den Besuch der Krippengruppen ausgesetzt. „Auch die Beiträge für Verpflegung oder Sonderöffnungszeiten werden derzeit nicht erhoben“ erklärt die zuständige Bereichsleiterin, Marina Meemken.

Wichtige Information © Stadt FriesoytheHintergrund ist die Einstellung des Betriebs in den Kindertagesstätten seit dem 16. März 2020. Aktuell wird nur ein Bruchteil der KiTa-Kinder in Notgruppen betreut, die bislang aber nur für einen Teil der Familien zur Verfügung stehen. „Da die KiTa- Gebühren für die Kinder ab 3 Jahren ja ohnehin weggefallen sind, war nur noch eine Regelung für die Krippenkinder zu treffen. Und hier sind wir in enger Abstimmung mit den anderen Kommunen im Landkreis und über den „kleinen Arbeitskreis“ des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta (BMo),“ so Erste Stadträtin, Heidrun Hamjediers.

„Schon am 2. April haben wir die betroffenen Eltern und die Ratsvertreter informiert, dass der Gebühreneinzug erstmal „auf Eis gelegt“ ist“, teilt Bürgermeister Stratmann mit. Er verweist darauf, dass einige Eltern die Gebühr selbst überweisen, also nicht am Banklastschriftverfahren teilnehmen. „Diese Eltern sollten noch mal schauen, ob der Dauerauftrag auch gestoppt ist.“

Zur Frage, wie es weitergeht mit den Beiträgen, erläutert die Stadtverwaltung: „Aktuell werden in den Friesoyther KiTas 18 Krippenkinder betreut, also eine sehr überschaubare  Zahl. Wie sich die Betreuung in den Notgruppen weiter entwickelt, bleibt abzuwarten. Da bis zu den Sommerferien kein Regelbetrieb wieder aufgenommen wird, bietet es sich an, die Entgeltfrage erst final zum neuen Kindergartenjahr zu klären.“

Für die betroffenen Eltern bleibt die Frage, ob es ggfs. zu Nachforderungen kommen wird, weil die Gebührensatzungen Sonderfälle wie die Schließungsanordnung aufgrund einer Pandemie nicht vorsehen. Die Aussage der Stadtverwaltung hierzu ist beruhigend: „Die Träger haben mit den Eltern Betreuungsverträge, und diese konnten aufgrund der staatlichen Maßnahmen zur Schließung der Kindertagesstätten nicht erfüllt werden. Dem muss man nach unserer Einschätzung Rechnung tragen. Sicherlich werden wir im Gleichklang mit den anderen Kommunen und dem BMO eine entsprechende Regelung finden.“

STADT FRIESOYTHE 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Meldung vom 05.05.2020Letzte Aktualisierung: 14.05.2020