St. Michaelis Kirche

Zurück

St. Michaelis Kirche

 Standort

St. Michaelis Kirche
Grüner Hof 34
26169 Friesoythe

Kontakt

St. Michaelis Kirche

Beschreibung

Die evangelisch lutherischen  Christen, die im Bereich der Stadt Friesoythe lange nur in sehr kleinen Zahlen existieren, wurden ursprünglich  von Edewecht aus betreut. Hin und wieder fand in der Stube des Amtshauptsmann ein evangelischer Gottesdienst statt. Das änderte sich, als 1912 eine Kapelle durch den damaligen Großherzog eingeweiht werden konnte. Jetzt fanden dort  regelmäßig vierzehntägig Gottesdienste statt, gehalten von einem Edewechter Pastor oder einem Gastprediger aus Oldenburg.

In den folgenden Jahren wuchs die Zahl der evangelischen Christen im Amt Friesoythe so an, daß die damalige Kirchenleitung in Oldenburg beschloß, in Friesoythe eine eigene Pfarrstelle zu errichten.  Dem Pastor oblag fortan die pastorale Betreuung der evangelischen Christen in einem riesigen Gebiet, das von Scharrel bis Petersdorf und von Markhausen bis Edewechterdamm reichte.

Im April 1945 erlitt die evangelische Kirchengemeinde einen herben Verlust. Betrunkene kanadische Soldaten brannten erst das Pfarrhaus und dann die Kirche ab. Der damalige Pastor Meyer hat dies in der noch benutzen Alterbibel eindrucksvoll geschildert und damit der Nachwelt hinterlassen.
Der lutherische Weltrat der Kirchen stiftete nach dem Krieg eine Holzkirche, in der viele Einheimische und noch mehr evangelische Flüchtlinge Gottesdienste feierten, die alle sehr gut besucht wurden. Leider brannte diese Holzkirche 1948 ab. Das setzte viele Kräfte frei und trieb den Wunsch nach dem Wiederaufbau der Kirchenruine voran. Im Advent 1951 konnte eine erweiterte Kirche eingeweiht werden. Sie war unter der Leitung des Kirchenältesten und späteren Stadtbaumeister Harm Zimmermann unter Beteiligung vieler Ehrenamtlicher und zahlreicher Geldspenden, auch von Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde, fertig geworden. Die Gemeinde hatte nach vielen Jahres des Provisoriums endlich wieder ein eigenes Gotteshaus.

Durch eine große Zahl evangelischer Flüchtlinge war die Gemeinde sehr stark angewachsen. So entschloß sich die Kirchenleitung erst in Sedelsberg und dann in Bösel Kirchen, Gemeindehäuser und Pfarrhäuser zu bauen, die bis heute von jeweils einem Pfarrer betreut werden.

Einen letzten großen Zuzug erlebte die evangelische Kirchengemeinde in den neunziger Jahren durch den Zuzug vieler Aussiedler aus den ehemaligen GUS - Staaten. 1994 betrug die Zahl der evangelisch -  lutherischen Christen etwas 1400 Personen für den Bezirk Friesoythe. Heute beträgt sie in der Gesamtgemeinde  5424 Personen. Davon  entfallen auf Bezirk Friesoythe 2889 Personen.