Heinrich von Oytha

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Heinrich von Oytha

 Standort

Heinrich von Oytha
Kirchstraße
26169 Friesoythe

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Heinrich Totting von Oytha

Beschreibung

In Wien stirbt am 12. Mai 1397 Heinrich Totting von Oyta, der um 1330 in Friesoythe geboren wurde. Er lehrte in Prag, Erfurt und Paris und war Mitbegründer der theologischen Fakultät der Universität Wien. Ein Denkmal an der Friesoyther Marienkirche erinnert an ihn.

Heinrich Totting von Oytha:

Geboren um 1330 in Friesoythe, gestorben am 12. Mai 1397 in Wien

Heinrich von Oytha lehrte als Theologe zunächst um 1362 an der hohen Schule in Erfurt. Um 1367 wurde er zum Priester geweiht. Bis 1371 war er an der Universität Prag tätig. Danach erhielt Heinrich von Oytha einen theologischen Lehrstuhl an der Universität Paris, die schon damals weltberühmt und über 200 Jahre alt war. In Paris freundete er sich mit einem ihm ebenbürtigen deutschen Theologen an, dem aus Hessen stammenden Heinrich von Langenstein. 1381 verließen die deutschen Professoren Frankreich. Heinrich von Oytha kehrte nach Prag zurück. Wegen heftiger interner Auseinandersetzungen, bei denen die böhmischen gegen die landfremden Professoren opponierten, musste sich Heinrich von Oytha drei Jahre später eine neue Wirkungsstätte suchen. 1384 erlangte er ebenso wie sein Freund Heinrich von Langenstein eine Professur in Wien. Die beiden Theologen hoben das Ansehen der Universität Wien derart, dass sie von den Zeitgenossen als deren Mitbegründer angesehen wurden. Die Universität in Wien betrachtet sie als die Gründer ihrer Katholisch-Theologischen Fakultät. Heinrich von Oytha starb am 12. Mai 1397, nur drei Monate nach seinem Freund Heinrich von Langenstein, mit dem er zusammen in einem Doppelgrab im heutigen Stephansdom in Wien beigesetzt wurde. Hier erinnert heute eine Gedenktafel an die beiden Theologen, die von der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien anlässlich ihres 625-jährigen Bestehens am 21. Februar 2009 enthüllt wurde.